München Kosttor

Denkmal für Georg Elser

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Lebschèe - Malerische Topographie

Isar-Thor.

Kost-Thor.

Sendlinger Tor

Das Kosttor in München

COSTTHOR

Gefängnis/Neuturm genannt     K. Zeughaus

Kost-Thörchen genant, hieß in der früheren Zeit das Wurzer-Thor, vielleicht von den Namen eines nächstanwohnenden Bürgers. Nachher, als im Jahre 1449 Martin Riedler, aus einem der angesehensten und reichsten Patrizier-Geschlechte Münchens, und Mitglied des inneren Raths, eine Stiftung für 6 arme Personen gemacht hatte, welche daselbst gespeißt wurden, und deren Anzahl unter Verwltung des Stadt-Magistrats, welche durch Zuschüsse mehrerer Wohltäter bedeutend anwuchs, erhielt es die Bennenung Kost- oder Brod-Thor, unter welcher solches in den gleichzeitigen Saal-Büchern vorkömmt. Dasselbe ist mit der Jahreszahl 1526 bezeichnet. Der Name blieb, obgleich später das Almosen selbst auf den Frauen-Freithof übersetzt worden ist. Durch dieses Thor kömmt man rechts einem Theiel des Königlichen Zeughauses, links zum Königlichen braunen und weißen Hofbräuhäusern vorbei, auf das Plätzchen (Plätzl). Im Umfange des Thores selbst befindet rechts ein 1771 erbaute runder Thurm, der neue Thurm genannt, welcher für die Verwahrung jener Personen von Range, denen Civilverbrechen zur Last liegen, bestimmt ist. Links sieht man die an das Thor angebauten Werkstätten des Ouvries für das Königliche Zeughaus. Zu den nächstenäußeren Umgebungen gehören vorzüglich die Königlichen Hofstallungen mit ihren Fourage-Magazinen und die Königliche Artillerie-Kasene.