Neuer Festsaalbau

Denkmal für Georg Elser

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Lebschèe - Malerische Topographie

Neuer Festsaal-Bau

Der Königsbau

Die Pfarrkirche Maria-Hilf

Der Königsbau

DER KÖNIGLICHE RESIDENZ
mit dem Max Josphs Platz

Nach dem Plane des Geheimrathes Leo von Klenze ist dieser Theil der jetzigen Residenz des Königs und der Königin mit Quaderbekleidung aus inländischen grünlichen Kellheimer Sandstein würdevoll erbaut, wozu König Ludwig I. Selbst im Jahre 1826 den Grundsteingelegt hat, und welche 1835 bei Gelegenheit der 25jährigen Jubiläums-Feyer des erlauchten Herrscherpaares bezogen ward. Der Stirnaufriß beträgt in der Länge 450 Schuh; das Ganze hat ein Stockwerk über das Erdgeschoss, mit Ausnahme des zweistöckigen Mittelpavillons von 135 Schuh Höhe; die Seitenflügel sind mit offenen Gallerien versehen, und mit Kupfer bedeckt. Drei Hauptthore nach dieser Seite, hohe Bogenfenster mit großen Krystaltafeln zieren den Palast. Die inneren Prachträume desselben sind ganz mit Sculpturen und Malerein neuerer Künstler reich ausgeschmückt, und zwar das Erdgeschoß links des Eingangs (die rechte Seite wird von der Hofhaltung eingenommen) in fünf großen Abtheilungen ausschließlich mit einer Reihenfolge von bildlichen Darstellungen zu dem Gedichte: der Niebelungen als Fresko, von Professor J. v. Schnorr gemalt.

In der oberen Etage rechts im ersten und zweiten Vorzimmer, Service-, Thron- und Speis-Saale, Empfangs-, Schreib-, Ankleid- und Schlafzimmer des Königs erblickt man Malereyen zu griechischen, links in eben so vielen Sälen und Gemächern, von der Königin bewohnt, zu deutschen Dichtungen in Fresko oder enkaustischer Weise ausgeführt. Die Professoren: H. Heß, J. v. Schnorr, Ludwig Schwanthaler und G. Zimmermann, so wie die Künstler Foltz, Gassen, Hermann, Kaulbach, Lindenschmid und Neureuther fertigten hierzu die Compositionen, deren Ausführung sie zum Theil selbst unternahmen, oder unter ihrer Leitung bewerkstelligen ließen.

Das zweite Stockwerk ist den geselligen Vergnügungen des Hofes gewidmet. Der Tanzsaal von ovaler Form zeigt in Enkaustil gemalt getheilte Chöre der Musen an den Wänden; Reihen musizierender und tanzender Figuren am Friese. Die Nebenzimmer enthalten altgriechische Szenen aus dem Volksleben, dann aus der Mythe der Venus, Reliefs in Gyps und dgl. von Professor Schwanthaler. Auf der entgegengesetzten Seite kömmt man aus dem Tanz- in den Gartensaal, der mit seinen duftenden Blumen und blühenden Bäumen den heiteren Hoffesten im engen Zirkel die angenehmste Mannigfaltigkeit von Kunst und Natur darbietet. Auf den Seitengallerien im Freien prangt die herrliche Orangerie zur geeigneten Jahreszeit. Der Max-Josef-Platz belebt übrigens das Hof- und Nationaltheater, dann das königliche Postgebäude. In der Mitte desselben prangt das, von der Stadt München, nach Professor Rauch`s Composition, und Inspector Stiegelmeyer`s Ausführung in Erzguß, errichtete Monument, den höchstseligen König Maximilian Joseph I. im Krönungs-Ornate und in sitzender Stellung, die Rechte segnend über seine Bayern ausgestreckt darstellend.