Lebschèe - Malerische Topographie
|
|
Die Basilika zum heiligen Bonifazius |
|

BASILIKA
zum h. Bonifacius
König Ludwigs I. frommes Gemüth hat auch diese geheiligten Hallen mit wahlhaft königlich prachtvoller Ausschmückung aus Seinem Privat-Schatze für die katholische Mit- und Nachwelt in's Leben gerufen, und zwar durch eigenhändige Grundsteinlegung im Jahre 1835, zur religiösen Feyer Seines 25 jährigen Ehejubileums.
Inspektor Ziebland ward mit der Entwerfung des Planes und der Ausführung beauftragt.
Von der Carlsstrasse in die Max-Vorstadt führen aus dem mit acht Säulen versehenen Vestibüle drey Thore in das innere 262 Schuh lange und 124 breite, von 58 Bogenfenstern beleuchtete Gotteshaus, wo Marmorsäulen, 64 an der Zahl, das Hauptschiff von 85 und 4 Seitenschiffen von 43 Schuh Höhe, und zwei andere Säulen das Orgelchor tragen. Die ganze äußere Länge beträgt 307, die Breite 134 Fuß.
Die Dachkonstruktion, ein Häng- und Sprengwerk, bleibt sichtbar, da sich die eigentliche Decke nicht wie gewöhnlich unter, sondern über dieselbe mittelbar unter der Dachesfläche befindet, und auf blauem Grunde mit gelben Sternen, den gestirnten Himmel versinnlichet.
Des Hauptschiffes Wände schmücken gemalte Fresken des Professors Heinrich Heß, das Leben des heiligen Bonifacius, so wie jenes der vorzüglichsten Apostel Deutschlands und im Presbyterium die Ecclesia triumphanes vorstellend.
Unter dem Presbyterium befindet sich die Gruftkapelle und unter den Sakristeyen Katakomben zur Bestattung angelegt.