Lebschèe - Malerische Topographie
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Parthie am Würmsee. |
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PARTHIE AM WÜRM-SEE
mit dem Sommerschlößchen der Freyfrau von Bayersdorf
Einen der schönsten Spaziergänge in der Umgebung bildet das, hier diesseits der Hochstraße von Stahrenberg nach Weilheim gleich außerhalb dem ersten romantisch gelagerten Mühlthal, durch welches man auf beschattenden Wegen und über niedliche Brückchen zu den sieben Quellen gelangt. Hier ist einsam, daher gut zu wohnen. Abgeschieden von dem eitlen Gewühle der Welt, erquickt sich der der Naturfreund unter ungekünstelten Lauben auf mancherlei Ruhesitzen an dem himmlischen Gesange der befiederten Waldbewohner und dem Gemurmel der emisigen, silberhellen Bächchen, welche kreuz und quer zeihen. Ein einfacher Konstitutions-Obelisk zeugt von dem bekannten Patriotismus des sel. Schöpfers dieser Anlage. Neu gestärkt steigt man zur belebten Höhe empor.
Von allen Seiten, rück- und vorwärts, wird jenes, auf einem der schönsten Höhepunkte an der Stelle neu erbaute niedliche Landhaus gesehen, wo bis zum Eingange dieses Jahrhunderts ein frommer Waldbruder neben einem, dem heil. Georg geweihten Kirchlein einsam gehaust hat. In diesem widmete er sich dem Gebete, in der Zelle dem beschaulichen Leben. Sein fleißig bebautes Gärtchen und mildthätige Bauersleute boten ihm kärglichen Unterhalt in seiner Einsiedelei, wofür er ihren Kindern Schulunterricht ertheilte. Ein Kirchenfenster enthielt noch der Stahrenberger Wappen, und über demselben: „Ich wag's mit Gottes Hilf. Hans Stahrenberger. Anno 1584”
Die Wohnung des Klausners wurde weggebrochen, die Kirche in ein Landhaus, die Umgebung in niedliche Spaziergänge von einem Verehrer der Naturschönheiten umgewandelt; endlich hat man alle demoliert, und neu angelegt.