Erstes Kapitel
Von der Stadt Lage, Ursprung und Gestalt
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„Er sagt mir auch da wohlbesunnen, |
Es war Herzog Ferdinand, der sich mit der schönen Pflegerstochter Maria von Pettenbeck von Haag vermählte und so der Stammvater der wartenbergischen Linie ward. Da er schon 1608 starb, muß der Brunnen, als ihn Thomas Greill sah, noch nicht lange gestanden haben. Was mit ihm geschah ist unbekannt.
An die Stelle der ursprünglichen Ziehbrunnen traten später nahe an den Häusern stehende Brunnenstöcke aus Marmor mit eiser´nen Wagebalken, während es daneben auch noch einzelne offene Brunnen gab. Zwei solche öffentliche Springbrunnen von Holz mit einer Säule, worauf bei dem einen eine Wetterfahne, beim anderen eine Statue Neptuns angebracht war, sah man noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts auf dem heutigen Marienplatze gegen die Kaufingerstrasse zu; ein anderer mitten auf dem Rindermarkt, zwei beim Schönen Thurm und einen weiteren vor dem Jesuitenkloster (jetzt Akademie). Er trug auf einer Marmorsäule die Statue des hl. Johannes von Nepomuk und wurde erst im Jahre 1807 entfernt, um freien Platz zu gewinnen.
Aehnliche Brunnen befanden sich in anderen Gassen. Sie waren gegen das Jahr 1768 aus Pump- und sogenannten Galgenbrunnen in Leyerbrunnen umgewandelt worden.
Eine bedenkliche Sache waren andererseits die sich vielfach vorfindenden Kellerhälse, die noch bis in neuzehnte Jahrhundert herein geduldet wurden und Kindern und nächtlichen Wanderern gefährlich genug werden konnten.
