Stadtbezirk 2 - Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

| Fläche: | 438,75 ha |
| Einwohnerinnen/Einwohner: | 45.736 |
| darunter Ausländerinnen/Ausländer. | 12.797 |
| Kinder/Jugendliche: | 4.615 |
| Senioren: | 5.329 |
| Stand 31.12_2006. |
Der 2. Stadtbezirk, aus der Zusammenlegung der Ludwigsvorstadt mit den Isarvorstädten entstanden, umschließt die südliche Hälfte der Altstadt. Strukturen und Funktionen des Stadtbezirkes sind viertelspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt und von der jeweiligen Entwicklungsgeschichte beeinflusst: Das Bahnhofsviertel, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde mit Wohn- und Geschäftshäusern wieder aufgebaut. Neben Groß- und Einzelhandelskonzentrationen ist in diesem Viertel das Hotel- und Gaststättengewerbe zahlreich vertreten. Im sog. Wiesnviertel (mit der Theresienwiese als Oktoberfestveranstaltungsort), Mitte des 19. Jahrhunderts als repräsentatives Villen- und Mietshausviertel konzipiert, dominieren heute Bürofunktionen. Östlich an das Wiesnviertel schließt das Klinikviertel an, mit den Innenstadtkliniken der Universität und zahlreichen angegliederten Instituten. Das Schlachthof-, Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel sind aus gründerzeitlichen Stadterweiterungen hervorgegangene Mietshaus- und Gewerbeviertel. Sie verfügen auch heute noch über einen sehr hohen, größtenteils gepflegten Altbaubestand.
Durch Ausweitung von Cityfunktionen und Umnutzungen aufgegebener Industrie- und Gewerbeflächen hat sich die traditionelle Gewerbestruktur gewandelt und der tertiäre Bereich als maßgeblicher Arbeitsplatzanbieter in diesen Vierteln etabliert. Nach wie vor von großer wirtschaftlicher Bedeutung für München ist der Schlacht- und Viehhof mit dem Fleischgroßmarkt und den zahlreichen Groß- und Einzelhandelsbetrieben des Metzgerhandwerks und des Zulieferbereichs.
Durch die Modernisierung/Sanierung alter Wohngebäude und der daraus resultierenden Anhebung des Mietniveaus, sowie durch die Errichtung von Eigentumswohnungen auf früheren Gewerbeflächen, ist die Sozialstruktur in einzelnen Bezirksteilen in Veränderung begriffen.
Am deutlichsten wird dieser Prozess in den früheren
Wohnquartieren der „einfachen Leute" im Glockenbach- und
Schlachthofviertel sichtbar. Auf der anderen Seite weisen
eine vergleichsweise hohe Anzahl von Arbeitslosen und
Sozialhilfeempfängerinnen und -empfängern sowie ein deutlich
über dem Stadtdurchschnitt liegender Ausländeranteil auf
soziale Problemlagen in einzelnen Teilen des Stadtbezirks
hin.
(Quelle: Statistisches Taschenbuch 2006)