Stadtbezirk 3 - Maxvorstadt

| Fläche: | 429,04 ha |
| Einwohnerinnen/Einwohner: | 46.058 |
| darunter Ausländerinnen/Ausländer. | 10.838 |
| Kinder/Jugendliche: | 3.994 |
| Senioren: | 5.680 |
| Stand 31.12_2006. |
Im Stadtbezirk 3, nach dem ersten bayerischen König Max I. „Maxvorstadt" genannt, sind nach der Stadtgebietsneugliederung die früheren Stadtbezirke 5, 6 und 7 (Maxvorstadt-Universität, MaxvorstadtKönigsplatz-Marsfeld und Maxvorstadt-Josephsplatz) zusammengefasst worden. Er schließt sich zwischen Odeonsplatz und Stachus unmittelbar an den nordwestlichen Sektor der Altstadt an und wird im Osten durch den Englischen Garten begrenzt. Die Maxvorstadt, als erste planmäßige Stadterweiterung größtenteils erst unter Ludwig I, nach 1825 entstanden, ist das Zentrum des klassizistischen Münchens. Stadtbildprägend sind die Ludwig- und Brienner Straße, der Odeons-, Wittelsbacher-, Karolinen- und Königsplatz mit ihren Bauten. Kennzeichnend für diesen Stadtbezirk ist die „geballte Dichte" von Einrichtungen im kulturellen/künstlerischen Bereich, wie bedeutende Museen und Sammlungen (Alte und Neue Pinakothek, Lenbachhaus mit Kunstbau, Grafische Sammlung, Glyptothek und Antikensammlung, Museum kirchlicher Kunst im Georgianum) sowie die Akademie der Bildenden Künste und die Hochschule für Musik. Mit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne im September 2002 ist ein weiteres kulturelles und städtebauliches Glanzlicht hinzugekommen. Die LudwigMaximilians-Universität, die Technische Universität, die Hochschulen für Politik und Philosophie, die Fachhochschule, das Historische Kolleg, das Orff-Zentrum, die Staats- und Universitätsbibliothek sowie die Staatsarchive machen die Maxvorstadt zu einem Zentrum der Wissenschaft. Aber auch wichtige Hauptverwaltungen von Banken, Versicherungen, Konzernen und Versorgungsunternehmen haben hier ebenso ihren Sitz wie der Bayerische Rundfunk, das Landeskriminalamt, ein Großteil der Münchner Finanzämter und Gerichte, sowie zwei Großbrauereien.
Die Konzentration von Arbeitsplätzen und die hohe Anzahl der Studierenden (über 100.000) haben dazu geführt, dass sich in diesem Stadtbezirk tagsüber knapp viermal soviel Menschen aufhalten als tatsächlich dort wohnen. Die Maxvorstadt ist vor allem rund um die Hochschulen und die Kunstakademie ein typisches Akademiker- und Studentenviertel. Entsprechend stark vertreten ist die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen, also die Bewohnerinnen und Bewohner im Studentenalter, während Kinder unter 15 Jahren, wie auch alte Menschen zahlenmäßig zurücktreten. Überdurchschnittlich hoch ist folglich auch der Anteil an Einpersonenhaushalten (mit hoher Fluktuation). Ursache hierfür ist nicht zuletzt die Wohnungsstruktur im Viertel, mit einem hohen Anteil an Ein- und Zweizimmerwohnungen; zwei Drittel des Wohnungsbestandes stammen aus der Zeit nach 1948. (Quelle: Statistisches Taschenbuch 2006)