Stadtbezirk 8 - Schwanthalerhhe

| Fläche: | 207,27ha |
| Einwohnerinnen/Einwohner: | 26.103 |
| darunter Ausländerinnen/Ausländer. | 9.393 |
| Kinder/Jugendliche: | 3.569 |
| Senioren: | 3.227 |
| Stand 31.12_2006. |
Die Schwanthalerhöhe, benannt nach dem Schöpfer der Bavaria, Ludwig von Schwanthaler (1802-1848), liegt auf der Isarniederterrasse und bildet den westlichen Innenstadtrandbereich, begrenzt von der Bahnlinien-Stammstrecke Hauptbahnhof-Pasing und der Bahnlinie Hauptbahnhof-Ostbahnhof. Die Entstehung der Schwanthalerhöhe (Westend) ist eng mit der, etwa um 1840 hier einsetzenden Industrialisierung verknüpft, in deren Folge gründerzeitliche Arbeiterquartiere in hochverdichteter Blockbebauung entstanden sind. Noch heute stammt fast die Hälfte des Wohnungsbestandes aus der Zeit vor 1919. Umfangreiche Genossenschaftssiedlungen aus der Zeit um 1900 bestimmen das Stadtbild im Westend, dem westlich der Ganghoferstraße gelegenen Bezirksteil. Im östlichen Bezirksteil lösten schlechte Bausubstanz, unzureichende Wohnungsstandards und Wohnumfeldbelastungen zu Beginn der 70er Jahre umfangreiche Sanierungsmaßnahmen aus, in deren Folge sich auch die Wirtschaftsstruktur im Viertel verändert hat. Mittlerweile entfallen nahezu zwei Drittel der Arbeitsplätze auf den Dienstleistungsbereich, den Handel sowie die öffentliche Verwaltung. Der östliche, innenstadtnahe Teil des Stadtbezirks (Theresienhöhe) bildet bereits einen Brückenkopf zur City mit überregionalem Dienstleistungs- und Konsumgüterangebot. Südlich davon, oberhalb der Theresienwiese, liegt das alte Messezentrum, das durch die Verlagerung der Messe München nach Riem im Februar 1998 zur Nachfolgenutzung frei geworden ist. Auf dem ehemaligen Messegelände sehen die Planungen den Bau von 1 800 Wohnungen für ca. 3 600 Bewohner vor sowie Bauflächen für Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Gemeinbedarfseinrichtungen.
Diese Planungen sind im Bereich der Heimeran und Ganghoferstraße schon weitgehend realisiert, die Wohnungen auch schon größtenteils bezogen. ° Knapp ein Drittel des 47 ha großen Planungsgebietes ist als Grün- und Freifläche ausgewiesen. In den verbliebenen denkmalgeschützten Jugendstilhallen wurde im Mai 2003 das Verkehrszentrum - eine Filiale des Deutschen Museums - eröffnet. Auf dem früheren Fabrikareal der Metzeler Gummiwerke an der Trappentreustraße entstanden in den 80er Jahren der Gewerbehof Westend und das Münchner Technologiezentrum.
Im Gegensatz zu anderen citynahen Wohngebieten vollzog sich
die sichtbare städtebauliche Aufwertung des Viertels noch
nicht zu Lasten der angestammten Bevölkerung. Die
Schwanthalerhöhe weist den höchsten Ausländeranteil unter
den Münchner Stadtbezirken auf.