Oktoberfest München Geschichte

Oktoberfest 2010

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Oktoberfest Geschichte



Bierzelt Winzerer Fähndl

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Anfänge des Oktoberfestes

Königin Therese

König Ludwig I.17. Oktober 1810

Anlässlich der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen mit der Prinzessin Therese von Sachsen Hildburghausen wurde von dem Münchner Bürgermilitär ein Pferderennen veranstaltet.

Die Münchner Schützengesellschaft nahm die Hochzeit als Anlass für ein Festschießen.

Dieses Pferderennen wurde in den nächsten Jahren wiederholt und somit war die Tradition des Oktoberfestes geboren.

Thereseienwiese

1811
Die Landeswirtschaftliche Ausstellung findet erstmalig statt und wird ein fester Bestandteil des Oktoberfestes werden

1813
Das Fest fällt wegen der napoleonischen Kriege aus

1818
erste Bierbuden und das erste Karussell 

1819
München übernimmt die Festleitung

Der Festzug 18351835
Zur Silbernen Hochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern fand erstmals ein Festzug statt

1842
Festzug zur Hochzeit des Kronprinzen Maximilian und Marie von Preußen

1850
Die Bavaria wird enthüllt

Die Enthüllung der Bavaria1853
Fertigstellung der Ruhmeshalle

1854
Ausfall wegen Cholera

1869
„Der Schichtl“, benannt nach seinem Gründer Michael August Schichtl  wird fester Bestandteil des Oktoberfestes. Besonders berühmt wurde der Schichtl durch die Enthauptung einer lebendigen Person mittels Guillotine.

1870
Das Oktoberfest fällt wegen dem Deutsch-Französischen Krieg aus

1871
Auf Betreiben des Wiesnwirtes Michael Schottenhammel wird erstmals das Märzenbier als Wiesnbier

1873
Ausfall wegen Cholera-Epedemie

der Wiesnwirt Steyrer Hans1879
Als der Steyrer Hans mit sieben festlich geschmückten Zweispännern und einem Vierspänner, der mit Bierfässern beladen war, von seinem Wirtshaus in der Tegernseer Landstraße zur Wiesn fuhr, wurde er von der Obrigkeit im Stadtzentrum zur Umkehr gezwungen. Er wurde daraufhin von einem Gericht wegen "Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" zu einer Geldstrafe verurteilt.

1880
Der Bierverkauf wird genehmigt
Erstmals wird ein Riesenrad mit einer Höhe von 12 Metern aufgestellt.
Der Steyerer Hans missachtet erneut das Festzugsverbot, Pschorr und Sedelmayr erkannten ebenfalls den Werbeeffekt und fahren nun ebenfalls mit geschmückten Wagen zur Wiesn.

1881
Erste Hendlbraterei
Der erste Ochse wird in der Ochsenbraterei gebraten

1886
Im Schottenhamel wird erstmals elektrisches Licht installiert. Der damals 17-jährige Einstein half in der Firma seines Vaters und seines Onkels (Elektrotechnische Fabrik J. Einstein & Cie) bei der Installation mit.

1892
Das Bier wird nun in Glasmaßkrügen ausgeschenkt und lösen die Ton- oder Steinkrüge ab.

1893
Der Pschorrbräu stattet als erste Brauerei ihren Wiesnzug mit einem Pracht-Pferdegeschirr aus. Dazu schickte Geog Pschorr den Sattlermeister Alois Steigenberger nach Wien um die bereits dort eingeführten Pferdegeschirre zu studieren.

1896
Die ersten großen Bierzelte werden auf der Wiesn aufgebaut

1901
Erstmals ist die Pschorrbrauerei mit dem Zelt „Bräurosl“ vertreten

Jahrhundertwende

Russenschaukel auf dem OktoberfestRussenschaukel

1910
Festumzug zum 100 jährigen Oktoberfestjubiläum
Teufelsrad

1913
Tunnelbahn (als unsittlich verschrien)

1922
Inflation (Maß Bier 50 Mark, ein Hendl 500 Mark)
wegen wirtschaftlicher Lage nur Schottenhammel, Augustiner- und Wagnerbräu (bis 1932)
Das zum Trinken animierende Lied "Eins, zwei, drei, g'suffa" wird untersagt

1923
Ausfall wegen der Inflation

1924
Nun findet man auch die Krinoline, ein traditionelles Rundkarusell, auf dem Oktoberfest, das bis 1938 noch mit Muskelkraft betrieben wurde.

1932
das erste Riesenrad und die erste Geisterbahn auf dem Oktoberfest
 

 

Oktoberfest unter dem Hakenkreuz

Die Nazis vereinnahmten sofort nach der Machtübernahme das Oktoberfest und formten diese Massenveranstaltung zum Deutsch-Nationen Fest um.

Oktoberfest im Dritten Reich

1933
der Bierpreis wird aus Propagandagründen auf 90 Pfennig festgesetzt
die ersten Hakenkreuzfahnen wehen auf dem Oktoberfest
jüdische Bürger dürfen nicht mehr als Kellner oder Bedienung arbeiten

    1934
    • Alle Brauereien sind wieder vertreten

    Oktoberfest zur Nazizeit1935
    125 jähriges Oktoberfestjubiläum
    Der Jubiläumsumzuges stand unter dem Motto "Stolze Stadt Fröhlich Land".

1934
Der NS-Ratsherr Christian Weber führt das Pferderennen wieder ein

1935
reitet die SS neben dem Münchner Kindl an der Spitze des Festzuges

1937
Aus dem gesamten Reich kamen 236 "Kraft durch Freude" Sonderzüge mit 175.000 Besuchern
 "Xaver Krankel-Rennen"

1938
Die Nazis taufen das Oktoberfest in Großdeutsches Volksfest« um
Nazis inszenieren einen Umzug mit dem Titel "Tausend Jahre Jagd und Tausend Jahre Tracht"
Das Oktoberfest wird um 8 Tage verlängert
Verbot der Abnormitäten-Shows aufgrund "Fragen der Erb- und Rassenpflege"

1940
Einige Schausteller organisierten vom 17. August bis zum 1. September eine kleines Volksfest

1939 - 1945
fällt wegen den deutschen Angriffskriegen das Oktoberfest aus

Nachkriegszeit

1946
Anstelle des Oktoberfestes findet ein Kleines Herbstfest statt. Dieses bestand aus einem Bierzelt, in dem Dünnbier ausgeschenkt wurde, mit Lebensmittelmarken konnte man an den wenigen Verkaufsständen belegte Brote kaufen. Auch Fahrgeschäfte waren vertreten.

1947
Nun größer als im Vorjahr, das Bierzelt wird von den Münchner Brauerein gemeinsam mit Dünnbier versorgt. Wegen dem vorherrschenden Strommangel war das Ersatz-Oktoberfest nur von 12:00 bis 19:00 geöffnet.

1948
Am 11. September wurde das Herbstfest eröffnet. Hendl und Steckerlfische vergrößerten das Angebot. Die Maß B ier kostete 1,20 DM.

1949
Erste Nachkriegs-Wiesn
bei den Schießständen werden die Gewehre durch Bälle ersetzt

1950
Der Oberbürgermeister Thomas Wimmer führt den Wiesn-Anstich als Tradition ein.

Erstes Wiesnplakat zum Oktoberfest1952
Erster Plakatwettbewerb für das Wiesn-Plakat. Da in den Nachkriegsjahren das Oktoberfest sehr schlecht besucht war, nahm die Stadt München die Vermarktung in die Hand. Das Plakat des Sieger wurde als Werbemittel in alle Welt verschickt. Somit wurde das Oktoberfest zum größten Volksfest der Welt.

1960
Zums 150. Jubiläum der Wiesn wird wieder ein Pferderennen veranstaltet.


Neuzeit

Oktoberfestattentat1980
Rechtsradikaler Anschlag am 26. September 1980 mit 13 Toten und 200 Verletzten. Nach der Tat beschuldigte der damalige Minusterpräsident Franz Josef Strauß (CSU) die Linksextremisten die Tat gegangen zu haben. Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“, die Verantwortlichen für die Tat, bezeichnete er als „harmlose Spinner“.

1986
mit über 7 Millionen Besucher ist bis jetzt das Jahr 1986 das Besucherrekordjahr. Durschschnittlich besuchen 6 Millionen Menschen das Oktoberfest.

1996
Am 30. September 1996 gab es auf der Euro-Star-Achterbahn einen Auffahrunfall, der 26 Verletzte zur Folge hatte.

2000
Das Oktoberfest dauert erstmals 18 Tage, das nach der Wiedervereinigung der neu geschaffene Feiertag "Tag der Deutschen Einheit" auf einem Dienstag nach dem letzen Wiesntag fiel, wurde das Fest kurzerhand um zwei Tage verlängert.

Das Oktoberfest von oben2001
Nach dem Anschlag am 11. September verzichtet Oberbürgermeister Christan Ude auf den traditionellen Anstich, stattdessen wurde das Oktoberfest mit einer besinnlichen Feier begonnen.

2010
Nach einer Terrordrohung der El Kaida wird um das Oktoberfest ein Sperrgürtel gelegt.

2010
Jubiläumsoktoberfest. Vor 200 Jahren fand das Oktoberfest zum ersten Mal statt und wurde in dieser Zeit 175 mal gefeiert. Aussgefallen ist die Wiesn bei Colera, Inflation und während des Zweiten Weltkrieges.